Mit Mama reisen: Wieso das einmalig ist

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Wenn wir das nächste Abenteuer, den Roadtrip oder das entspannte Wochenende planen, dann denken wir in dem Zusammenhang nicht unbedingt daran, mit der eigenen Mama zu reisen. Dabei ist das sehr schade. Denn: Je häufiger wir intensive Zeit mit unterschiedlichen Personen verbringen, desto mehr lernen wir – über neue Perspektiven, neue Ideen und bekommen neue Inspiration. Zudem haben sich unsere Eltern lange um uns gekümmert und hatten früher oft nicht die Möglichkeit, die Welt zu bereisen, wie wir das heute können.

Ich habe bereits viele Länder mit meiner Mama bereist: Irland, Island, England, Neuseeland… Bei jeder Reise konnten wir wertvolle Zeit miteinander verbringen und uns mit dem nötigen Abstand von Zuhause über Dinge unterhalten, die im Alltag untergehen. Auf den Reisen konnten wir uns besser kennenlernen, Abenteuer zusammen erleben und gemeinsame Erinnerungen schaffen. Das könnt ihr euch gar nicht vorstellen? Dann verrate ich euch heute ein paar gute Gründe, wieso ihr einmal im Leben (mindestens!) mit eurer Mama reisen solltet.


Mir ist bewusst, dass dieser Artikel für Menschen schwierig sein kann. Gerne könnt ihr den Artikel nutzen, um mit einer Person eurer Wahl zu verreisen, mit der ihr sonst nicht reisen gehen würdet: Einem Elternteil, anderen Familienmitgliedern, Oma/Opa oder Cousin/Cousinen.


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Mit Mama Reisen: Sechs Gründe, warum diese Erfahrung einmalig ist

1) Gemeinsame Erlebnisse

Was ist wertvoller als jeglicher Besitz? Zeit – Gemeinsam verbrachte Zeit. Auf einer Reise können wir Erfahrungen machen, die uns miteinander verbinden und deren Geschichten wir beim nächsten Familientreffen teilen können. Momente, die in der Heimat oder im Alltag schlichtweg nicht stattfinden. Wir kennen es alle: Wann nimmt man sich im täglichen Leben die Zeit und den Raum, eine tiefsinnige Frage zu stellen, die Eltern über Früher auszufragen oder ernste Themen zu besprechen? Da wird schneller über eine Kleinigkeit gestritten, als ganz weit weg von Zuhause: auf einer Reise. Und selbst Jahre später können wir uns anschauen und fragen: Weißt du noch wie das damals auf dem Roadtrip war? Diese Erlebnisse bleiben über Jahrzehnte am Leben.

Hooker Valley Track im Mt Cook Nationalpark in Neuseeland

2) Die Eltern neu kennenlernen

Häufig vergessen wir, dass die Eltern ein Leben vor uns hatten. Und wenn wir mal ehrlich sind: Wie gut kennen wir unsere Eltern eigentlich außerhalb des Familienkreises? Wer sich die Zeit dafür nimmt, relevante Fragen zu stellen, der wird die Person kennenlernen, die hinter der Eltern-Rolle steckt. Deswegen ist es umso wertvoller auf einer gemeinsamen Reise Zeit füreinenander und für Fragen abseits des Alltags zu haben. Ihr könnt euch neu kennenlernen – abseits der Eltern-Kind-Rolle.

Nicht nur für euch ist es schwierig, auch für Eltern ist es nicht leicht zu verstehen, dass die Kinder erwachsen werden. Dass sie ihre Hilfe nicht mehr brauchen und auf ihren eigenen Beinen stehen. Den eigenen Kindern den Raum zu geben nun die eigene Person, unabhängig der Familie zu sein, und diese kennenzulernen, fällt nicht immer leicht.

Wer zusammen reist, lernt sich auf einer neuen Ebene kennen, versteht vielleicht manche Zusammehänge im Leben besser und lernt nicht nur die Mama, sondern auch sich selbst besser kennen. Diese tiefgründigen Gespräche sind doch am schönsten in der Natur, bei Sonnenuntergang, mit selbstgemachter Pizza und einem herrlichen Ausblick. Genau solche Erfahrungen haben wir in den Marlborough Sounds in Neuseeland gemacht. Dort saßen wir nach dem Essen noch lange am Tisch und haben darüber gesprochen, wie viel Freude das Reisen meiner Mutter bringt und wie sie unbedingt noch mehr von der Welt sehen möchte.

Dinner in den Marlborough Sounds

3) Mit Mama reisen: 24/7 Zeit miteinander verbringen

Während wir viele Jahre mit der Familie gelebt haben, sehnen sich viele danach, nun eigene Abenteuer zu erleben. Nach dem Einzug in die erste WG oder die erste eigene Wohnung, sehen wir die Familie häufig nicht mehr ganz so oft. Die Telefonate begrenzen sich auf ein paar in der Woche, ein Wiedersehen kommt vielleicht alle paar Wochen zustande. Zugegeben, der Umstellung von null auf hundert den ganzen Tag miteinander zu verbringen, kann erstmal eine Herausforderung sein. Doch wenn wir uns von dem Gedanken verabschieden, wie die andere Person in unseren Augen ist und großzügig und offen miteinander umgehen, dann ist es richtig schön, so viel Zeit füreinander zu haben.

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4) Abenteuer erleben und zusammen wachsen

Auf Reisen lernen wir dazu, lernen Neues kennen und mehr als einmal, wachsen wir über uns hinaus. Wenn ihr dabei merkt, dass ihr eure Mama dazu animiert, mutig zu sein und die eigenen Grenzen auszutesten, dann schweißt das nicht nur zusammen, sondern macht auch ganz schön stolz. So sind wir im Mt. Cook Nationalpark in Neuseeland gemeinsam über Tausend Treppenstufen zur Aussichtsplattform auf einen Berg gewandert (ich war so stolz auf meine Mama!), wir sind zusammen in einem kleinen Flugzeug über die Wanaka-Region geflogen (wobei ich nicht weiß, ob bei Mama die Freude oder Angst überwogen hat, da ich geflogen bin) und wir haben ihre erste Kajak-Tour durch den Milford Sound gemacht (und haben wichtiges Team-Work gelernt, als wir auf einer Sandbank gelandet sind).

Für zwei Monate sind wir mehrere Tausend Kilometer auf der linken Straßenseite gefahren, haben im Auto geschlafen und Nachts den Sternenhimmel bewundert, in Hostels übernachtet (wo Mama inspirierende Gespräche geführt hat, während ich im Bad war), wir waren gemeinsam Sandboarden in Northland auf der Nordinsel (wobei Mama mutiger war als ich und mit einem Jubelschrei den Sandhügel heruntergesaust ist) und wir haben auf einer Familiengeführten Farm morgens um fünf Uhr den Sonnenaufgang aus dem Schalfsack in unserem Auto aus gesehen. Die Liste unserer gemeinsam erlebten Abenteuer ist lang – und ich will keinen Moment davon missen.

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Sonnenaufgang auf der Balroch Farm in Norhland in Neuseeland

5) Auf Reisen voneinander lernen

Unsere Eltern haben sich viele Jahre um uns gekümmert, auf Reisen ist Zeit, um etwas zurück zu geben. Zu erklären, wie die digitale Welt funktioniert, euch am Flughafen zu orientieren oder sich in einer neuen Sprache schnell zurecht zu finden. Ja, das braucht Geduld. Aber ja, die hatten unsere Eltern sicherlich häufiger als wir es wissen, auch mit uns. Dafür ist es umso schöner zu sehen, wenn die Mama mit einem strahlenden Gesicht zurück kommt, weil sie es geschafft hat, alleine den richtigen Kaffee für uns beide auf Englisch zu bestellen.

6) Geschenkideen für Feiertage

Eine gemeinsame Reise wird euch ein Leben lang mit Geschenkideen versorgen, denn was gibt es schöneres als an einem Abend zusammen in Erinnerungen schwelgen und an aufregende Momente zurück zu denken? Bastelt oder erstellt ein Fotobuch, druckt ein Bild aus von einem besonderen Moment oder schneidet ein Video mit den schönsten Momenten des Trips. Dabei hat nicht nur der/die Beschenkte Freude, sondern ihr auch, indem ihr euch durch die Bilder der Reise wühlt.

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