Neuseeland Work and Travel: hilfreiche Tipps für deinen Auslandsaufenthalt

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Neuseeland liegt knapp 17.000 Kilometer entfernt von Deutschland, die Flüge werden aktuell immer teurer und auch als Reiseland ist das Land am anderen Ende der Welt nicht günstig. Wer sich dennoch den Traum von der Reise nach Neuseeland erfüllen und dabei auch noch Geld verdienen möchte, der kann das mit einem Work and Travel Visum. Ich habe bereits zwei Mal Work and Travel gemacht: Ein halbes Jahr in Australien nach dem Abitur und in Wellington in Neuseeland während meiner Weltreise in 2018. Deswegen teile ich heute mit euch alle meine Tipps und Erfahrungswerte, damit auch ihr ein unvergessliches Auslandsjahr in Neuseeland verbringen könnt.

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Neuseeland Work and Travel

Neuseeland und ich: So ist meine Verbindung

Mit 16 Jahren habe ich ein Auslandsjahr in Neuseeland gemacht, und zwar in der Studierendenstadt Dunedin auf der Südinsel. Seit dem High School Year ist Aotearoa, wie es die einheimischen Ur-Einwohner*innen, die Maori, nennen, ein Teil von meiner Identität und ich reise gerne wieder zurück. 2010 verbrachte ich zwei weitere Monate in Neuseeland und verbrachte die Zeit mit meinen Freund*innen aus der Schulzeit und einem Ausflug zum Milford Sound. Zum Start meiner Weltreise, reiste ich 10 Wochen mit meiner Mama bei einem Roadtrip durch die Südinsel und die Nordinsel. Das war eine einmalige Erfahrung und ich konnte noch mehr von meinem Herzensland entdecken.

Danach beantragte ich ein Work and Travel Visum für Neuseeland und blieb 2018 für ein weiteres halbes Jahr dort. Ich lebte mit drei Mitbewohner*innen aus Irland, Chile und England in einem Haus am Meer in Hataitai in Wellington und arbeitete in einem großen Hotel im Service-Bereich. Damit auch ihr für den Start in euer Work and Travel Abenteuer gut gewappnet seid, habe ich in diesem Artikel ein paar nützliche Tipps zusammen gefasst.

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Gründe für ein Work and Travel Jahr in Neuseeland

  • Mit einem Work and Travel Visa könnt ihr euch einfach eure Reisekasse aufstocken und mit dem nötigen Budget euren Trip verlängern.
  • Bei einem Work and Travel Aufenthalt lernt ihr viele verschiedene Jobs und Berufe in unterschiedlichen Bereichen kennen. Wenn das Budget knapp wird, macht ihr vielleicht sogar Jobs, die ihr zu Hause nie machen würdet. Ich habe Mangos gepackt, im Garten geholfen und war sogar als Putzfrau auf einem Festival unterwegs.
  • Ihr habt keine Eile und könnt euch durch das Visum richtig viel Zeit lassen, das Land und seine Menschen kennenzulernen. Das ist so wertvoll!
  • Bei einem Auslandsjahr lernt ihr selbstständig zu werden und euch zu organisieren. Denn: ihr müsst euch um alles selbst kümmern und auf euch selbst verlassen. Ihr lernt mit euren Finanzen umzugehen, die Jobsuche zu organisieren oder die Routenplanung eigenständig anzugehen.
  • Bei einer Reise um die Welt lernt ihr schnell, eure Komfortzone zu verlassen. Sei es bei einem neuen Job, mit anderen Menschen im Mehrbettzimmer zu schlafen, alleine zu reisen oder fremde Menschen anzusprechen. Dabei wachst ihr ungemein über euch hinaus.
  • Sprache lernen leicht gemacht: Nirgendwo sonst lernt ihr eine Sprache so gut, wie vor Ort. So müsst ihr euch recht schnell lernen zu verständigen und mit Händen und Füßen erklären, was ihr möchtet. Doch die Neuseeländer*innen sind offen und ich kann euch versichern: Englisch lernt ihr im Nu‘!
  • Freundschaften fürs Leben. Auf Reisen lernt ihr viele unterschiedliche Menschen kennen. Und manchmal sind ein paar wenige Menschen dabei, zu denen ihr ein ganz besonderes Band habt und die langjährige Freund*innen werden.

Work and Travel Neuseeland: Live life like a kiwi!

Seid offen für die neue Kultur und euer neues Zuhause auf Zeit. In Neuseeland findet ihr viele britische, schottische oder sogar niederländische Einflüsse, doch ist das Leben auf den zwei Inseln ganz anders. Vieles ist entspannter, „no worries mate“ nicht nur eine Floskel und die Kiwis sind sehr offen, gastfreundlich und hilfsbereit. Auch wird hier viel barfuß gelaufen, sei es am Strand oder auf den Wegen in der Stadt. Lasst euch auf die neue Lebensweise ein und genießt eure Zeit am anderen Ende der Welt.

Wissenswertes zu Work and Travel

Übersetzt heißt Work and Travel = Arbeiten und Reisen – und genau dafür ist das Visum auch gedacht. Ein Work and Travel Visum könnt ihr in verschiedenen Ländern beantragen. Am beliebtesten sind die Visa für Neuseeland, Australien, Kanada. Ihr arbeitet vor Ort bei Gelegenheitsjobs oder Saison-Jobs und könnt euch so eure Reisekasse aufstocken und das Land kennenlernen. Meist arbeitet ihr dabei als Erntehelfer*innen auf der Farm, in der Gastro oder auf Events. Doch es gibt auch zahlreiche andere Möglichkeiten, um im Land zu arbeiten.

Checkliste zur Vorbereitung für euer Work and Travel Neuseeland

  • Reisepass: Euer Reisepass muss über eure Aufenthaltsdauer hinaus, weitere sechs Monate gültig sein. Packt diesen Punkt unbedingt als erstes auf eure Liste, denn die Beantragung eines neues Reisepasses kann ein paar Wochen in Anspruch nehmen.
  • Visa beantragen: Um euer Work and Travel Abenteuer in Neuseeland zu starten, müsst ihr zunächst das Visum beantragen.
  • Flugbuchung: Bucht den Flug unbedingt erst, NACHDEM euer Work and Travel Visum genehmigt wurde.
  • Auslandskrankenversicherung: Für eure Zeit im Ausland braucht ihr unbedingt eine Krankenversicherung. Ich hatte bei meinen Langzeitreisen bisher stets die Versicherung vom ADAC oder zuletzt von der Hanse Merkur. Mit beiden Anbietern war ich sehr zufrieden.
  • Führerschein: Um in Neuseeland Auto fahren zu können und einen Mietwagen anzumieten, braucht ihr einen internationalen Führerschein. Diesen bekommt ihr für knapp 20 Euro bei der Zulassung oder der Stadt.
  • Lebenslauf: Bereitet vor eurer Abreise bereits einen englischen Lebenslauf vor und informiert euch online, was dort drin stehen sollte. So könnt ihr in Neuseeland direkt auf Jobsuche gehen.
  • Verträge: Denkt daran, früh genug eure laufenden Verträge zu kündigen oder stillzulegen.
  • Wohnung: Kündigt früh genug eure Wohnung oder vermietet diese unter. Meist ist hier eine Frist von drei Monaten gängig.
  • Impfungen: Frischt eure Impfungen auf oder klärt vorab mit dem/der Hausarzt/-ärztin, welche Impfungen für die Reise nötig sind.
  • Status: Klärt unbedingt vor eurer Reise, welchen Status ihr in der Heimat habt. Möchtet ihr euch abmelden? Seid ihr Studierende oder arbeitssuchend?

>> Zu einer großen Übersicht und einem Schritt für Schritt Guide für die Weltreise.

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>> Zur Langzeit-Auslandskrankenversicherung der Hanse Merkur

Work and Travel Neuseeland: Der Start im neuen Land

Neuseeland unterstützt euch direkt nach eurer Ankunft. Beim Visa-Antrag müsst ihr eure E-Mail Adresse angeben und so bekommt ihr innerhalb der ersten drei Wochen zwei Mal eine E-Mail vom Einwanderungsbüro mit vielen hilfreichen Tipps als Übersicht für den Start im neuen Land. Unter anderem wird euch erklärt, welche Steuernummer ihr braucht und wie ihr diese beantragt, welche kulturellen Unterschiede es gibt und wie ihr den Start in Neuseeland am besten meistert.

Wohnungssuche in Neuseeland

Für den Start in Neuseeland empfehle ich euch, die ersten Tage in ein Hostel zu gehen. Dort lernt ihr direkt andere Reisende kennen und könnt euch am schwarzen Brett nach Jobaushängen umschauen. Zudem könnt ihr euch bei Hostels umhören, die vielleicht zu dem Zeitpunkt freiwillige Helfer*innen suchen. Dabei könnt ihr dann meist gratis im Hostel übernachten für ein paar Stunden Arbeit in der Woche. In Neuseeland ist es übrigens ganz normal, dass man für ein paar Wochen in eine möblierte Wohnung einziehen kann. Das spart natürlich einiges an Geld, das sonst fürs Hostel drauf gehen würde.

Hilfreiche Webseiten für die Wohnungssuche sind beispielsweise trademenzflatmates oder die Facebook-Gruppen für die jeweilige Region, wie zum Beispiel für Wellington Flatmates Wanted Wellington.

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Arbeiten in Neuseeland

Um in Neuseeland zu arbeiten, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten:

  • Au-Pair: Als Au-Pair lebt ihr bei einer einheimischen Familie und unterstützt diese bei der Kinderbetreuung.
  • Wwoofing: Beim Wwoofing arbeitet ihr häufig gegen Kost und Logie, weniger für Gehalt.
  • Erntehelfer*innen: Als Erntehelfer*innen unterstützt ihr für eine bestimmte Saison bei der Ernte von beispielsweise Kiwis o.ä.
  • Saison-Arbeiter*innen: Besonders in der Hauptsaison (November bis Februar) suchen viele Unternehmen Unterstützung im Tourismus.
  • Jobben: Ihr könnt auch einen Job annehmen im Service-Bereich, an der Kasse, auf Events o.ä.

Wichtig: Bis zu sechs Monate dürft ihr mit dem Work and Travel Visa bei einem Arbeitgeber angestellt sein, nicht länger.

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Farmarbeit in Neuseeland

Die Jobsuche in Neuseeland

Für die Jobsuche kann ich euch empfehlen immer mal die schwarzen Bretter in Hostels oder Supermärkten zu checken oder aber in passenden Facebook-Gruppen unterwegs zu sein, wie beispielsweise Backpacker Jobs New Zealand oder für Wellington die Gruppen Vic Deals oder Wellington Bartender Exchange. Außerdem könnt ihr für die Jobsuche die Seiten www.seek.co.nz oder www.indeed.co.nz nutzen. Dort könnt ihr euch ein Profil anlegen und euch bei einem passenden Jobangebot benachrichtigen lassen. Über Indeed habe ich auch meinen Job im Hotel gefunden.

Für euren Job in Neuseeland, braucht ihr eine Steuernummer. Wie ihr diese beantragt, wird direkt in den Willkommen-Mails erklärt. Während ihr vor Ort arbeitet, zahlt ihr Steuern an den neuseeländischen Staat. Die zu viel entrichteten Steuern könnt ihr nach eurem Aufenthalt wieder zurück fordern. Dafür müsst ihr eure Gehaltszettel aufbewahren und zum Ende des Jahres eine Steuererklärung machen. Das könnt ihr entweder über Taxback machen oder aber einfach selbst über die Seite des Inland Revenue.

Work and Travel Neuseeland: So könnt ihr vor Ort Geld sparen

Neuseeland ist eines der teuersten Reiseländer der Welt. Nicht nur Lebensmittel sind teurer, sondern auch die Unterkunft, die Miete etc. Selbstredend, dass es sich hier lohnt, Sparpotenziale zu erkennen und zu nutzen. Deswegen teile ich mit euch ein paar meiner Tipps, um vor Ort Geld zu sparen.

  • Wwoofing: Mit Wwoofing arbeitet ihr für Kost und Logie, das heißt ihr arbeitet für ein paar Stunden in der Woche und könnt dafür kostenfrei übernachten und erhaltet Verpflegung.
  • Auf Roadtrips: Über die App Campermate oder Wikicamps findet ihr kostenfreie Stellplätze. Hier wichtig: Hinterlasst die Stellplätze so, wie ihr sie vorgefunden habt. Hinterlasst keinerlei Müll und nehmt alles wieder mit, das ihr mitgebracht habt.
  • Wifi: In Neuseeland bekommt ihr an vielen Ecken kostenfreies Wifi, sogar im Supermarkt. Wenn ihr in Ruhe arbeiten möchtet oder Wifi-Zugang sucht, dann könnt ihr euch ins Café setzen (einfach nachfragen!) oder in die öffentliche Bibliothek.
  • Ausrüstung und Kleidung: Bevor ihr eure Camping-Ausrüstung beim Warehouse oder K-Mart shoppt, schaut vorher bei den OP-Shops, oder Secondhand-Shops vorbei. Dort findet ihr von Ausrüstung, über Kleidung, bis Arbeitskleidung alles, was ihr braucht. Häufig sogar kaum benutzt, da viele Reisende ihre Sachen vor ihrer Abreise in den Läden abgeben.
  • Für Wanderungen: Falls ihr in Neuseeland Wanderungen geplant habt (lohnt sich allemal!), dann braucht ihr kein neues teures Equipment kaufen. Häufig könnt ihr euch beim Tourismusbüro vor Ort oder im Sportladen alles Nötige ausleihen. Wanderschuhe, Wanderrucksack, nützliches Equipment – alles, was ihr braucht.
  • Aktivitäten: Aktivitäten sind in Neuseeland recht kostspielig. Um trotzdem das ein oder andere Highlight mit zu erleben, könnt ihr auf den Seiten Groupon, Klook oder Red Balloon günstigere Angebote finden.
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Ich wünsche dir eine fantastische und unvergessliche Reise nach Neuseeland!

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