Atemberaubende Fjorde. Wunderschöne Landschaften. Endlose Weiten und Seen. Ein Roadtrip in Norwegen ist die perfekte Möglichkeit, um das Land auf eigene Faust zu entdecken. Während meines Auslandssemester in Schweden bin ich mit einer Gruppe von 16 Leuten und vier Autos durch den Norden Norwegens gefahren.
Dabei hatten wir sehr viel Spaß: Mit vielen laut gesungenen Liedern, einer Backstreet Boys Einlage am Straßenrand, den staunenden Augen bei den teuren norwegischen Preisen in Trondheim, wunderschöner Natur, toller Ausblicke, inklusive dem Hochklettern auf einen schlammigen Hügel, um den Sonnenuntergang zu sehen.
Unsere Route führte uns von Trondheim über die Atlantikstraße und Hellesylt bis zum Geirangerfjord und Trollstigen. Wir haben die Strecke in vier Tagen zurückgelegt – für einen entspannten Norwegen Roadtrip würde ich heute allerdings mindestens eine Woche für die Route einplanen.
In diesem Reisebericht zeige ich euch unsere Norwegen-Route mit den schönsten Stops, gebe euch praktische Tipps für die Planung und erzähle euch, welche Orte und Streckenabschnitte uns besonders beeindruckt haben.
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💡 Hinweis: Dieser Artikel basiert auf meiner persönlichen Reiseerfahrung in 2012. Preise, Mautgebühren, Fährverbindungen o.ä. können sich seitdem geändert haben. Bitte prüft aktuelle Informationen vor eurer Reise.
Norwegen Roadtrip: Meine Route im Überblick
🗺️ Meine Norwegen Roadtrip Route
Trondheim → Kristiansund → Atlantikstraße → Molde → Hellesylt → Geirangerfjord → Trollstigen
| Stop in: | Highlight |
|---|---|
| Trondheim | Nidarosdom & Nidelva |
| Kristiansund | Ausgangspunkt zur Atlantikstraße |
| Atlantikstraße | Storseisund-Brücke |
| Molde | Küstenlandschaft & Fähre |
| Hellesylt | Fjordblick |
| Geirangerfjord | Aussicht & Fjordlandschaft |
| Trollstigen | spektakuläre Passstraße |

Norwegen Roadtrip planen: Meine wichtigsten Tipps
Bezahlen in Norwegen
In Norwegen wird in der Norwegischen Krone bezahlt, nicht in Euro. Um den Kurs stets im Blick zu haben, empfehle ich euch die App Currency, mit der ihr bei jedem Einkauf die Preise gegen-checken könnt. Fast überall könnt ihr mit EC-Karte oder Kreditkarte bezahlen. Andernfalls müsst ihr euch Bargeld ziehen. Ich hatte damals für all meine Reise eine Kreditkarte von der DKB* mit dabei, mit der ich auch heute noch sehr zufrieden bin.
Offline-Karten & Auto fahren in Norwegen
Ladet euch vor der Reise am besten Offline Maps herunter, denn nicht überall ist gutes Netz und so könnt ihr vorab die lohnenswerten Stops in die App eintragen.
In Norwegen kann das zu schnell fahren schon mal sehr teuer werden. Bei nur 10 km/h zu viel seid ihr hier schon bei ganz schön hohen Kosten. Daher empfehle ich euch, euch an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, dass dies kein unerwartet teurer Urlaub wird.

Mietwagen in Norwegen
Eure Reise-Route startet ihr am besten in Trondheim. Dort könnt ihr euch einen Mietwagen leihen und die Tour starten. Wir haben den ganzen Trip in gerade mal vier Tagen gemacht. Gemütlicher ist diese Route für eine Woche. Wenn ihr mehr Zeit habt, empfehle ich euch zudem ein paar Wandertage einzulegen und die Roadtrip-Route in die Lofoten zu erweitern.
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Trondheim
Unser erster Stop auf der Route war Trondheim. In der kleinen Stadt gibt es viel zu sehen und es fühlt sich sehr heimisch an. Übernachtet haben wir zentral in einem schönen Hotel direkt am Hafen.
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Must Dos in Trondheim
Old Town Bridge
Bei der alten Brücke habt ihr einen herrlichen Blick über den Fluss Nidelva und die bunten Speicherhäuser. Wir waren in der Abendstimmung da und das goldene Licht war besonders im Herbst mit den bunten Bäumen im Hintergrund wunderschön.

Die beeindruckende Kirche Nidarosdom besuchen. Wir konnten zu dem Zeitpunkt zwar nicht rein, doch ist die Kirche auch von außen sehr schön.

Kanu fahren auf dem Fluss Nidelva. Wenn ihr die Zeit habt, dann bucht euch eine Kanu-Tour oder eine Bootstour, um die Stadt vom Wasser aus kennenzulernen.
Eine Runde am Hafen entlang schlendern. Das ist besonders kurz vor Sonnenuntergang wunderschön. Da die Sonne im Sommer sowieso erst spät untergeht, habt ihr hier jede Menge Zeit.
Die Aussicht vom 124 Meter hohen Fernsehturm Tyholt-Turm genießen. Oben gibt es auch ein kleines, gemütliches Restaurant, wo ihr essen gehen könnt, inklusive Panoramablick. Allerdings lohnt es sich hier, vorab zu reservieren. Schaut euch bitte mal diesen traumhaften Blick an auf die in Herbstfarben gesäumte Stadt ⤵️

Trondheim → Kristiansund → Atlantikstraße
Von Trondheim aus, ging es zunächst weiter bis nach Halsa, wo wir die Fähre Halsa-Kanestraum genommen haben. Der Ausblick war wunderschön und die Fährfahrt eine entspannte Fahrpause. Dann ging es weiter über Kristiansund über die Atlantikstraße und diese ist nicht umsonst eine Touristenattraktion: so etwas habe ich noch nie gesehen während all meiner Reisen weltweit.
Eine Straße, die „auf“ dem Meer gebaut worden ist und die Strecke entlang der Route war wirklich einzigartig. Die Atlantikstraße wurde 1989 eröffnet und umfasst einen 8274 Meter langen Abschnitt zwischen Vevang und Kårvåg. Die Atlantikroute hat acht verschiedene Brücken und verbindet damit mehrere kleine Inseln. Die Atlantikstraße sind wir zum Sonnenuntergang gefahren. Ich wäre dabei am liebsten alle paar Meter stehen geblieben, um Fotos davon zu machen, wie die Sonne das Meer und die Straße in goldenes Licht tauchte.

Atlantikstraße Elnesvågen → Molde, Storgata → Hellesylt
Von Elnesvågen fahrt ihr die RV64 bis nach Molde. Wenn ihr über Skaret fahrt, könnt ihr heimische Cafés und Handwerksläden besuchen. Ihr könnt aber auch wie wir durch den Tustentunnel fahren, bei dem allerdings eine Maut anfällt. Von Molde aus ging’s wieder auf die Fähre bis nach Vestnes und von dort aus weiter bis nach Stranda-Liabygda.

Wir waren ganz schön spät dran und hatten ein wenig Sorge, möglicherweise die letzte Fähre zu verpassen. Unsere Unterkunft war in Hellesylt auf der anderen Seite – das wäre also ganz schön blöd gewesen. Letztlich hat aber alles gut geklappt und wir konnten unser Hostel in Hellesylt direkt am Fjord beziehen. Da wir im Dunkeln ankamen, wurde uns erst am nächsten Morgen bewusst, wie wunderschön der Ausblick ist. Vom Frühstücksraum aus, hatten wir direkten Blick auf den Fjord.
👉 Zum Hostel in Hellesylt*
❗️Info: Ich war vor über zehn Jahren in dem Hostel und fand es für die eine Nacht völlig okay. Allerdings habe ich gesehen, dass die Bewertungen mittlerweile nicht mehr so gut sind. Also schaut es euch am besten vor eurer Reise in Ruhe einmal selbst an.

Hellesylt → Geirangerfjord
Von Hellesylt aus, machen wir uns auf den Weg nach Geiranger zum Geiranger Fjord. Wir hatten Glück, dass wir die Straße über den Berg noch nehmen konnte, denn es hatte so viel geschneit, dass die Straße die Tage geschlossen werden sollte. Sichert euch also unbedingt vorher ab, dass Straßen offen und befahrbar sind. Die „richtige“ Panorama-Plattform mit Ausblick über den Geiranger Fjord haben wir leider etwas zu spät entdeckt – das hat der Stimmung jedoch keinen Abbruch getan. Der Fjord war wirklich schön, die Aussicht unbeschreiblich und die Momente – unvergesslich.

Geirangerfjord → Trollstigen → Stigfossen: Eine der schönsten Straßen Norwegens
Vom Geiranger Fjord aus ging es zu einer fast genauso beeindruckenden Straße, wie der Atlantikstraße: Trollstigen. Nach einem kurzen Spaziergang kommt ihr zum Utsikten – dem Aussichtspunkt, von dem aus ihr den ganzen Straßenverlauf überblicken könnt. Leider war bei uns der Weg so vereist, dass ich nicht bis zur Plattform gelaufen bin, aber der Ausblick von oben ins Tal war trotzdem sehr schön.
Plant für die Abfahrt unbedingt ausreichend Zeit ein, denn die Straße ist eng, kurvig und steil. Häufig kann die Straße nur in eine Richtung befahren werden, da sie doch recht eng ist, und dann muss natürlich gewartet werden. Auf halber Strecke geht die Straße am Wasserfall Stigfossen vorbei. Die Passstraße ist wetterbedingt nur im Sommer geöffnet, demnach auch hier unbedingt vor der Abfahrt prüfen, ob die Straße befahrbar ist.

Fazit: Roadtrip in Norwegen im Herbst
Der Roadtrip in Norwegen gehört mit zu meinen schönsten Reise-Erinnerungen. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter und ich mochte besonders die bunten Farben der Natur, da wir im Oktober unterwegs waren. Die Fährfahrten waren eine willkommene Pause während der vielen Fahrstunden und ich hab den Ausblick auf die umliegende Landschaft sehr genossen. Die Fjorde, das Wasser, die bunten Herbstfarben und Berge. Ich kann euch einen Roadtrip in Norwegen sehr empfehlen. Nehmt euch mindestens eine Woche Zeit für die Route, damit ihr die Gegend erkunden, Wanderungen machen und die Natur und Kultur Norwegens vollends genießen könnt.



3 Kommentare
Amazing pictures!
Thanks love! 🙂