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UPDATE NACH SECHS MONATEN REISEN #WELTREISE

Ich kann kaum glauben, dass jetzt schon sechs Monate Weltreise vorbei sind – ein ganzes halbes Jahr. Die Zeit fliegt nur so, auch wenn sie seit Mai ein wenig langsamer tickt. Vielleicht gewöhnt man sich ein wenig an das Nomaden-Leben. Oder eben auch nicht, aber davon berichte ich euch im heutigen Update zur großen Reise.


DER LETZTE MONAT AUSTRALIEN

Als ich Bunbury nach vier Wochen verließ, fühlte ich mich ein wenig überrumpelt, dass es schon Zeit ist zu gehen. So geht es mir auf dieser Reise öfters – ich glaube, die Seele kommt nicht ganz nach bei den vielen Eindrücken. Den Roadtrip startete ich dann mit Desiree, die ich in Bunbury kennengelernt habe. Für zwei Wochen reisten wir entlang der Westküste von Perth bis hoch nach Exmouth und lernten die Weite des Landes lieben. Alle Infos, Stops, Campingplätze, Tipps und eine große Kostenaufstellung zu zwei Wochen Roadtrip entlang der Westküste in Australien habe ich euch auf dieser Seite in Teil I und hier in Teil II aufgeschrieben.

Nach dem Roadtrip blieb ich noch eine Woche im verschlafenen Örtchen Cervantes, zwei Stunden nördlich von Perth. Bevor es auf große Reise nach Bali ging, habe ich noch einmal alle lieben Menschen vom Wickham-Team getroffen, der tollen Truppe an Leuten, die ich direkt am ersten Tag meines Solo-Abenteuers in Perth kennengelernt habe. Sich immer wieder zu sehen, das ist wie ein kleines Gefühl von Zuhause.


EIN MONAT AUF BALI IN INDONESIEN

Bali ist genau so wie ich es mir vorgestellt habe: saftiges Grün, die vielen Reisterassen auf der Insel, die Freundlichkeit der Balinesen, Yoga und Hipster-Cafes an jeder Ecke mit leckerem Essen und Früchte-Bowle! Auch wenn die Ankunft auf Bali in die Hose ging, die ersten Wochen auf Bali haben so viel Spaß gemacht! Direkt am ersten Tag in Kuta habe ich Tom aus Belgien, Adrien aus Frankreich und Cosima aus Holland kennengelernt, mit denen ich mich super verstanden habe. Tom ist danach nach Cairns in Australien geflogen und Cosima und ich haben beschlossen, den Monat zusammen zu reisen, da wir die selbe Zeit hier sind und die selben Reisepläne haben – und noch dazu eben auf einer Wellenlänge sind. Adrien haben wir immer wieder auf der Reise getroffen und er kam sogar nach Gili Trawangan, um meinen Geburtstag mit zu feiern. Ich liebe diese Reise-Verbindungen! Für ein paar Tage kam dann noch meine Freundin Jenny aus Deutschland dazu, die ich damals beim Studium in Lund kennengelernt habe. Weiter gings nach Uluwatu, dann nach Ubud, bevor es auf die Gili Inseln ging. Im Hostel in Uluwatu haben wir dann noch die liebe Kanadierin Scarlett kennengelernt und zu dritt waren Scarlett, Cosima und ich ein super Gespann (Jenny ist bereits heim geflogen). Wir haben viele Tränen gelacht und eine so tolle Zeit zusammen gehabt! Vor ein paar Tagen dann ist Cosima nach Lombok, um den Mt Rinjani zu besteigen und Scarlett ist nach Perth geflogen, um die nächsten Monate in Australien zu verbringen. Ich bin auf Gili Air geblieben und bin auch heute noch hier. Wieso?


HALLO REISE-BURNOUT

Reise-Burnout, Reise-Hangover, wie auch immer man es nennen mag. Ich bin mittendrin. Bali ist wunderschön und man beschwert sich wirklich auf sehr hohem Niveau. Aber ich spüre die Verbindung zum Reisen momentan nicht. Ich sehe etwas, finde es wunderschön, aber es berührt mein Herz nicht. Sechs Monate lang bin ich dauerhaft am Reisen gewesen. Die längste Zeit, die ich an einem Ort verbracht habe, waren vier Wochen in Bunbury, in denen ich tatsächlich mal meinen Koffer ausräumen konnte. Ansonsten war ich jede Woche woanders, in einem anderen Bett, an einem anderen Ort, mit immer wieder neuen Leuten, von denen man sich auch immer wieder schweren Herzens verabschieden muss. 

Noch dazu bin ich krank und denke viel an meine Familie, Freunde und die Heimat, was womöglich auch mit dem engen Kontakt an meinem Geburtstag zusammen hängt. Ich vermisse die Beständigkeit, Menschen, die mich kennen und die Komfortzone der Heimat. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht darüber nachgedacht hätte, früher nach Hause zu fliegen. Doch zunächst einmal habe ich mich dafür entschieden einen Gang zurück zu schalten und bleibe nun für eine Woche auf Gili Air, einer kleinen Insel, nicht weit entfernt von Bali. Hier kann ich ein wenig runter kommen und meine Begeisterung wieder finden. Denn eine Woche, in der es einem nicht so gut geht, gehört eben auch dazu. Ende Juni geht es dann nach Thailand, ins Land des Lächelns und ich bin schon ganz gespannt, wie sich alles entwickelt.

„If you only walk on sunny days, you’ll never reach your destination“. – Paulo Coelho

Hier verbringe ich momentan meine Zeit: im Captain Coconuts auf Gili Air. Die Betten sind alle an der Decke des Bambushauses festgemacht, so dass man Nachts entspannt in den Schlaf geschaukelt wird. (oder eben seekrank, wie eines der Mädchen.) Es gibt einen Pool, leckeres Essen, atemberaubende Sonnenuntergänge, wenn es regnet öfters Stromausfall, aber es ist so eine entspannte Atmosphäre, dass ich das Gefühl habe, dass das genau der richtige Ort ist, um wieder auf die Füße zu kommen.


MEIN BESTER HELFER AUF DIESER REISE

Nicht nur finanziell gesehen, aber auch äußerst praktisch ist mein kleines Helferlein: die Kreditkarte der DKB. Ab einem Geldeingang von 700 Euro monatlich müsst ihr bei der Abhebung weltweit keine Gebühren bezahlen – außer die Bank zeigt euch Gebühren an. Seit 1.6.2016 wurden die Bestimmungen geändert und ihr könnt nicht mehr eine Auflistung der Gebühren per Mail an die DKB anreichen. Die DKB erstattet das Geld auch nach Antrag nicht mehr zurück. Also, hebt nur an Automaten ab, bei denen euch keine Gebühren angezeigt werden! In Australien ist das bspw. die ANZ / In Neuseeland war das bspw. Westpac. / Auf Bali und den Inseln war das meist die mandarin Bank.

Unbedingt: habt eine zweite Kreditkarte im Falle des Falles dabei! Ihr wisst nie, ob ihr sie einmal verliert oder sie euch gestohlen wird. Noch in Perth wurde meine Kreditkarte online fremd verwendet und auch auf Bali wurde mit ihr Geld abgehoben, obwohl der Automat mir anzeigte, dass das Geld nicht ausgezahlt werden kann. Hätte ich diese Karte nicht sperren lassen können, weil ich keine zweite Karte in der Hinterhand hatte, hätte ich ganz schön alt ausgesehen.

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Dieser Artikel auf englisch:

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6 Comments

  • Reply
    Lisa L.
    Juni 19, 2017 at 13:16

    Liebe Yvonne,
    sechs Monate vergehen tatsächlich wie im Flug – bei und sind es sogar schon neun und wir wissen nicht, wo eigentlich die Zeit geblieben ist. Da wir aber ebenso randvoll mit Eindrücken sind, wie du es beschreibst, wissen wir schon fast gar nicht mehr, wo wir die neuen Erlebnisse der nächsten Wochen noch hinpacken sollen… Mit deiner Reisemüdigkeit bist du also nicht alleine! Die überkommt einen von Zeit zu Zeit, vergeht aber auch wieder. Und dann gibt es wieder einen Ort oder ein Land, das einen richtig fasziniert. Ist ja auch nicht überall gleichschön, für einen persönlich. Ich bin mir sicher, Thailand wird dir gefallen (wir haben einen Monat dort verbracht). Falls du Zeit und Gelegenheit hast, mach einen Abstecher noch Kambodscha – ein kleines Highlight in Südostasien für uns 🙂
    In diesem Sinne, lass die Seele baumeln & viele liebe Grüße aus Hongkong, die Lisa

    • Reply
      Lovelyforliving
      Juni 20, 2017 at 13:02

      Hallo Lisa,
      vielen Dank für deine lange Nachricht und deine lieben Worte!
      Ich bin mir auch sicher, dass das mit der Zeit wieder wird – Lili Air war zum Seele baumeln lassen perfekt und ich bin schon ganz gespannt auf Thailand!
      Euch weiterhin eine ganz fantastische Reise – wie lange habt ihr noch und wo geht es hin?
      Ganz viele liebe Grüße nach Hongkong,
      Yvonne

      • Reply
        Lisa L.
        Juni 20, 2017 at 13:41

        Hallo Yvonne,
        wir haben nur noch knapp 6 Wochen vor uns, also quasi nichts mehr! In den letzten Monaten verging die Zeit einfach wieder so schnell… Unglaublich! Aber bis es Anfang August dann zurück in die Heimat geht, warten noch Japan, Peking und Helsinki/Finnland auf uns. Wir sind gespannt, wie unsere Rückreise noch so verläuft, denn da ist längst nicht alles geplant.
        Dir eine tolle Zeit in Thailand (brauchst du Tipps?) & liebe Grüße, Lisa

        • Reply
          Lovelyforliving
          Juni 22, 2017 at 4:20

          Hallo liebe Lisa,
          wow – noch sechs Wochen? Die Zeit rast wirklich! Aber eure nächsten Destinationen hören sich ganz fantastisch an! Ich war leider nur einen Tag in Helsinki, aber es ist eine sehr schöne Stadt!
          Vielen Dank für eure guten Wünsche – Tipps für Thailand kann ich sehr gut gebrauchen, danke!!
          Ganz liebe Grüße,
          Yvonne

  • Reply
    Katharina
    Juni 22, 2017 at 16:50

    ich kann dich bestens verstehen – manchmal wird das Reisen einfach zu viel, vor allem wenn man ständig die Orte wechselt. Deswegen bin ich mittlerweile echt für Slow Travel: zwischendurch mal runterkommen, sich mal 2-3 Wochen an einem Ort gönnen und auch mal eine Weile ganz allein, ohne andere um mich herum, damit ich Zeit habe die Eindrücke zu verabeiten, usw. Ich habe tatsächlich eine meiner bisher drei Südostasien-Reisen früher abgebrochen weil ich auch so ein Reise-Burnout hatte. Ich hatte gaaaanz viele Kooperationen gemacht, so dass ich alle 2-3 Tage das Hotel wechseln musste und dann kamen noch blöde Dinge dazu wie eine Lebensmittelvergiftung, dass ich nicht mehr an Geld kam, weil meine Kreditkarte nicht mehr ging und noch ein paar Dinge mer. Trotzdem liebe ich Reisen nach wie vor. kaum zurück zu Hause hatte ich auch schon wieder Fernweh, jedoch dazu gelernt, dass ich in Zukunft auch auf Reisen mehr auf mich und meine Bedürfnisse achtgeben muss. LG, ruh dich aus…und reise ganz langsam und gemächlich weiter. Vielleicht müssen es ja auch gar nicht mehr zwei Länder, sondern nur eins sein?

    • Reply
      Lovelyforliving
      Juni 22, 2017 at 23:55

      Danke für deine lieben Worte Katharina! Es ist so schön zu wissen, dass man damit nicht alleine ist! Mir hat die Woche auf den Chilis sehr gut getan und ich freue mich jetzt schon sehr auf Thailand und Vietnam. Vier Wochen pro Land sind für mich völlig ok. Aber ja, slow travel macht mir auch sehr viel mehr Freude. Dann sehe ich eben ein paar Dinge weniger, aber dafür jene, die ich sehe, umso bewusster.
      Danke für deine Worte und viele liebe Grüße aus deinem geliebten Bali, Yvonne

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