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EIN ROADTRIP ENTLANG DER WESTKÜSTE AUSTRALIENS – TEIL I

Australien ist eines der größten Länder der Welt. Allein der Flug von der Ostküste an die Westküste dauert an die fünf Stunden. Während die Ostküste das Backpacker-Mekka ist und viele ihren Roadtrip hoch in den Norden nach Cairns oder in den Süden nach Sydney machen, sollte man die Westküste Australiens sicher nicht unterschätzen.

Vorneweg sei jedoch gesagt: die Entfernungen sind in Australien definitiv anders. Von einem Ort zum nächsten kann es schon einmal drei Stunden durchs Outback gehen – mit nichts um euch herum, außer der sich durch die Natur schlängelnden Straße, roter Erde, trockener Büsche und einem endlosen Horizont.

Im Hostel in Bunbury lernte ich bei der Freiwilligenarbeit Desiree kennen und wir machten uns auf in einem Camper für zwei Wochen die Westküste zu erkunden.

CAMPING AN DER WESTKÜSTE

De Westküste Australiens ist gut mit Campingplätzen ausgestattet und ihr könnt euch stets entscheiden, ob ihr auf einem der Freedom Campingplätze stehen wollt oder für ein wenig Komfort auf einen der größeren Campingplätzen fahren möchtet. Die Preise pro Auto für eine Nacht variieren zwischen 10 AUD und 25 AUD pro Person. Meist gibt es eine Küche mit Kühlschrank und co. sowie Sanitäranlagen. Tipp: die meisten Küchen sind wirklich nur mit den Basics ausgestattet. Töpfe, Besteck etc. müsst ihr selbst mitbringen.

Mit den Apps Wikicamps und Campermate findet ihr fast alle Stellplätze sowie die Informationen über deren Ausstattung, Bewertungen anderer Gäste und die Preise pro Nacht. Da die Westküste nicht nur für internationale Reisende ein attraktives Ziel ist, sondern auch für Einheimische ein beliebtes Urlaubsziel ist, solltet ihr euch bereits morgens für den nächsten Campingplatz entscheiden, den ihr ansteuern wollt. So könnt direkt anrufen und nachfragen, ob es noch einen Stellplatz gibt und diesen zur Not direkt reservieren. Tipp: Die Campingplätze bereits morgens anzurufen, hat nicht nur den Vorteil, dass euch ein Stellplatz sicher ist und ihr den Campingplatz auch nach Öffnungszeiten der Rezeption noch betreten könnt, sondern eben auch, dass ihr auf den Campingplätzen morgens im besten Fall noch Empfang habt. Denn im Outback gibt es streckenweise keinen Handyempfang – mit Telstra habt ihr noch das beste Netz!

AUTOANMIETUNG

Wir haben uns letztlich für die Autoanmietung entschieden anstatt ein Auto zu kaufen, um die Verantwortung abgeben zu können. Sollte das Auto im Nirgendwo liegen bleiben oder etwas kaputt sein, habt ihr stets einen Ansprechpartner. Das gibt Sicherheit. Bereits vor meiner Neuseeland-Reise Anfang des Jahres stand ich in Kontakt mit der deutschen Autovermittlungsagentur CamperOase. Kolja und Jeanie haben selbst über Jahre hinweg in Neuseeland gelebt und haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Sie haben stets ein offenes Ohr und beantworten jede Frage geduldig und ausführlich. Selbst als klar war, dass ich mich in Neuseeland für ein anderes Auto entscheide, waren sie stets offen für meine Fragen. Besonders in so einem Moment merkt man, ob die Agentur nur das schnelle Geld will oder ehrliches Interesse daran hat, dem Kunden einen Mehrwert zu bieten. Ich hatte tatsächlich verschiedene Agenturen, die desinteressiert oder sogar unfreundlich wurden, sobald sie merkten, dass man nicht allzu begeistert von ihrem Angebot ist. Ich fühlte mich unwohl und sogar oft unehrlich beraten: die Angebote waren undurchsichtig, die Konditionen der Versicherung nicht herauszulesen und man fühlte sich schier unsicher, weil man es eben meist auch einfach nicht besser weiß vor so einer Reise.

Deswegen freute ich mich, dass Kolja und Jeanie sich nun auch um die Camperanmietung in Australien kümmern und so wandte ich mich für diesen Trip nur allzu gerne an die zwei. Obwohl die Buchung für unseren Trip in Australien super kurzfristig war, lief die Kommunikation und Abwicklung schnell, unkompliziert und reibungslos. Noch dazu kann man die beiden mit jeglichen Fragen löchern (auch per WhatsApp oder per Anruf aus dem australischen Bunbury) und fühlt sich mit allen nötigen Informationen sehr gut vorbereitet. Bei der CamperOase kann man sich erfahrungsgemäß einer genauen Aufstellung und Erläuterung der Miet- und Versicherungskonditionen sicher sein und ich kann wirklich über nichts meckern.
Wir haben uns letztlich, auch auf die Empfehlung einer Freundin hin, für den günstigsten Anbieter an der Westküste entschieden: Lucky Rentals. Die Autos sind abgefahrene Autos der Autovermietung Jucy Rentals, die dementsprechend sehr viele Kilometer drauf haben und eben nicht mehr das neueste Modell sind (unser Auto hatte bereits über 550.000 Kilometer). Das Risiko mit dem Auto liegen zu bleiben ist demnach relativ hoch, das sollte einem bewusst sein. Wir waren mit unserem Auto (wir haben ihn liebevoll Manni getauft) jedoch mehr als zufrieden. Der Wagen lief trotz seines Alters super, die Ausstattung ist nicht die neueste, aber völlig in Ordnung und man hat alles, was man braucht. Nur ein Kühlpack für die Kühlbox haben wir noch dazu gekauft.

WELCHE VERSICHERUNG?

Nachdem ich bereits in Irland beim Fahren auf der linken Straßenseite einen kleinen Unfall hatte, der ohne Vollkaskoversicherung sehr teuer gewesen wäre, setze ich stets auf die Vollkasko. Ihr seid einfach im Falle des Falles abgesichert. Auch wenn ihr zunächst mehr zahlen müsst, die Mehrkosten, die euch im Schadensfall entstehen, sind deutlich höher und können schon mal schnell solch eine Reise ruinieren.

ALLGEMEINE TIPPS

  • Im Norden der Westküste gibt es so gut wie keine Autovermietung. Aus diesem Grund wird euch eine One Way Fee zwischen 600 und 1000 AUD berechnet, falls ihr das Auto im Norden (beispielsweise in Exmouth oder Broome) abgeben wollt. Wir haben uns deswegen dafür entschieden, das Auto wieder zurück nach Perth zu bringen und Broome auszulassen.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Känguruh oder Emu auf die Straße rennt, ist hoch. Fahrt also stets konzentriert und macht genügend Pausen. In den meisten Fällen ist ein Wildschaden bei Anbruch der Dämmerung nicht mehr versichert – das müsst ihr bei eurer Tagesroute vorher mit einplanen!
  • Die Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts liegt zwischen 80 und höchstens 110 km/h. Es gibt zwar keine Blitzer (zumindest haben wir keine gesehen), aber sollte die Polizei euch erwischen, wirds teuer.
  • Immer anschnallen! Die Polizei ist hier sehr streng und solltet ihr erwischt werden, kostet es um die 500 AUD für den Fahrer und zusätzlich für die unangeschnallte Person.
  • Auch Radioempfang ist im Outback schwierig, also mietet euch ein Aux Kabel dazu (bei Lucky Rentals gibt es das für 10 AUD und ihr könnt es behalten) und habt eine gute offline Playlist für den Roadtrip parat.

Ihr wollt auch einen Roadtrip an der Westküste machen? Ich kann euch mit bestem Gewissen an Kolja und Jeanie von der CamperOase weiterleiten, die euch hier kostenfrei ein Angebot nach euren Wünschen erstellen – mit dem Promo-Code LOVELYFORLIVING gibt’s einen Rabatt!

ALLE HIGHLIGHTS, STOPS, UNTERKÜNFTE UND EINE KOSTENAUFSTELLUNG FÜR ZWEI WOCHEN ROADTRIP AN DER WESTKÜSTE WIRD ES IN TEIL II GEBEN!


In freundlicher Kooperation mit der CamperOase. Bucht ihr über den Link auf meiner Seite, bekomme ich eine kleine Provision, die mir hilft den Blog weiterhin zu finanzieren. Euch entstehen keinerlei Mehrkosten oder Nachteile. Ich empfehle euch die CamperOase nachdem ich sie zwei Mal genutzt habe und beide Male sehr zufrieden war.

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