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EIN ROADTRIP ENTLANG DER WESTKÜSTE AUSTRALIENS – TEIL II

Es wird Zeit für Teil II des Artikels über meinen Roadtrip entlang der Westküste Australiens. Alle Infos zum Camping an der Westküste, der Camperanmietung und allgemeine nützliche Tipps findet ihr auf dieser Seite im Teil I. Heute zeige ich euch unsere Reise-Route, Campingplätze& Unterkünfte sowie eine Kostenaufstellung für zwei Wochen Roadtrip in Australien.

Wir machten unseren Trip Mitte Mai, also im australischen Winter. Das bedeutet, dass es in Perth bereits sehr kalt war, doch umso weiter wir in den Norden gefahren sind, desto wärmer wurde es. Unser Ziel Exmouth liegt so nahe am Äquator, dass es dort nie wirklich kalt wird.

Vorneweg sei gesagt, dass wir uns in der kurzen Zeit dagegen entschieden haben zum Karijini Nationalpark zu fahren. Doch wirklich jeden, den wir gefragt haben war absolut begeistert. Also, wenn ihr es zeitlich und finanziell einplanen könnt, macht den Trip!

REISEROUTE


UNSERE STOPS, CAMPINGPLÄTZE & UNTERKÜNFTE

PERTH

Auch in Perth lohnt es sich ein paar Tage zu bleiben und die Stadt an der Westküste zu erkunden. Hier kann ich euch das Wickham Retreat Backpackers empfehlen. Ich kam selbst auf die Empfehlung auf einer Freundin hin und startete hier meinen Solo-Trip. Das Hostel ist relativ klein, sodass man in zwei Tagen alle Gesichter kennt und schnell Anschluss findet. Mit dem Bus oder Uber ist man in circa 15 Minuten in der Stadt, Dominos Pizzeria ist um die Ecke, Frühstück, Pasta, Reis, Wifi, Pizza/BBQ-Night sind inklusive. Hier kann man sich wohlfühlen und man merkt einfach, dass Chris und Charlie hier viel Liebe reinstecken und sich ehrlich für jeden Einzelnen interessieren, was eine sehr entspannte Atmosphäre schafft.


ROUTE: PERTH > PINNACLES DESERT > CERVANTES

Erster Stop: das Pinnacles Desert. Zu uns meinten viele, dass sich die Pinnacles nicht lohnen, weil es ja ’nur ein paar Steine‘ sind. Ich bin so froh, dass wir nicht auf die Meinung anderer gehört haben, denn ich fand es wunderschön! Die Weite der Wüste zu sehen mit Hunderten von Steinformationen, wenn die Sonne im Meer untergeht.

Tipp: Wie eben schon erwähnt, lohnenswert ist der Sonnenuntergang im Desert! Zudem müsst ihr da keinen Eintritt mehr zahlen, weil das Office bis dahin geschlossen ist.

Übernachtung: Die Pinnacles sind nur 20 Minuten von Cervantes entfernt, wo ich nach dem zwei-wöchigen Trip noch eine weitere Woche in der Lobster Lodge verbracht habe, die von Euen und Sharon geleitet wird. Die zwei sind herzensgute Menschen, die witzigerweise vorher viele Jahre in Dunedin in Neuseeland gelebt haben, wo ich mein Austauschjahr gemacht habe. So hab ich mich gleich Zuhause gefühlt, wir haben zusammen Bananacake gebacken und ihr flauschiger Hund Willis freut sich auch immer, wenn man mit ihm knuddelt. Es gibt einen großen Kochbereich, ein Wohnzimmer, eine große Auswahl an Büchern und Dvd’s und das Highlight: die Lodge ist keine 100 Meter vom Strand entfernt. Also unbedingt zum Sonnenuntergang gehen – soo schön! In die andere Richtung könnt ihr am See Thetis weitere Stromatoliten sehen oder habt Glück und begegnet dem australischem Wildlife. Preis: circa 35 AUD die Nacht pro Person im Dorm.


ROUTE: CERVANTES > GERALDTON > HUTT LAGOON

Von Cervantes sind wir weiter nach Geraldton gefahren, wo wir jedoch lediglich auf dem Campingplatz übernachtet haben, um am nächsten Tag wieder weiter zu fahren. Von der Stadt selbst haben wir nicht viel gesehen und haben danach Halt an der Hutt Lagoon, dem Pink Lake, gemacht. Der See ist ein Salzwassersee, der seine pinke Farbe durch die Alge Dunaliella sanila bekommt, die viel Carotenoid produziert. Lohnt sich in jedem Fall für einen Zwischenstop!


ROUTE: HUTT LAGOON > KALBARRI RED CLIFFS

Von der Hutt Lagoon ginge weiter nach Kalbarri! Die Red Cliffs kurz vor der Stadt fand ich wunderschön – dieser Ausblick! Einen Abend vorher waren wir schon zum Sonnenuntergang hier, aber auch tagsüber kann man nicht nur das Panorama genießen, sondern auch bei ruhiger See in den Blue Pools schnorcheln gehen.

Campingplatz: Kalbarri Tudor Caravanpark.

 NATURE’S WINDOW

Leider war die Straße zum Nationalpark geschlossen, als wir hin wollten, aber die Bilder vom Nature’s Window sahen wirklich schön aus! Also, wenn ihr könnt: hinfahren! Uns wurde aber auch erzählt, dass man mit einer organisierten Tour noch hinfahren kann!


ROUTE: NATURE’S WINDOW > HAMELIN POOL STROMATOLITES 

Zunächst fanden wir die Hamelin Pools und Stromatolites nur halb so schön, bis wir uns darüber informiert haben, was wir hier eigentlich vor uns sehen: eines der ältesten Fossile der Welt, die man nur noch an wenigen Orten der Welt sehen kann. Stromatoliten waren mit die ersten Mikroorganismen, aus denen sich komplexeres Leben geformt hat. (Diese könnt ihr auch in Cervantes am Lake Thetis sehen!)


ROUTE: HAMELIN POOLS > SHELL BEACH

Der Shell Beach war für mich ein Highlight: ich hatte das Gefühl in einem kleinen Paradies gelandet zu sein: Das Wasser ist so klar und türkisfarbig, der Horizont scheint endlos und der Strand besteht, wie der Name schon sagt, aus Tausenden kleinen Muscheln. Wir haben hier mehrere Stunden verbracht und die Zeit sehr genossen. Aber Vorsicht: hier gibt es keinen Schatten, also gut eincremen.


ROUTE: SHELL BEACH > MONKEY MIA

Vom Shell Beach aus sind wir in den Norden nach Monkey Mia gefahren. Das Resort und der Campingplatz sind wirklich schön für einen Zwischenstop. Abends kann man in die Bar, oder den Sonnenuntergang am Strand sehen und morgens kann man dann früh zur Delfinfütterung an den Strand. Der Ranger erzählt viel über Delfine und meist dauert es nicht lange, bis die erste Flosse auftaucht. Es war wirklich ein Erlebnis, aber was ich nicht mochte: die Delfine bekommen pro Besuch und Fütterung bis zu einen Kilogramm Fisch. Delfine fressen bis zu 15 Kilo Fisch am Tag, bei denen drei Kilo schon viel ausmachen. Das sieht man auch, denn die Delfine schwimmen wie ein Hündchen dem Ranger nebenher, was ich persönlich nicht unterstützen möchte. In Bunbury bekamen unsere Delfine höchstens 250 Gramm Fisch pro Besuch. Dass die Delfine aus eigenem Willen an den Strand kommen, zeigt sich spätestens dadurch, dass sie sich manchmal Tagelang nicht blicken lassen und die Interaktion mit den Menschen suchen, weil es für sie einfach eine Unterhaltung ist. Ob ihr nach Monkey Mia fahrt oder nicht, bleibt euch aber natürlich selbst überlassen.

Campingplatz: Monkey Mia Dolphin Resort Caravan and Camping

LITTLE LAGOON

Wunderschöner Zwischenstop!


ROUTE: MONKEY MIA > EAGLE BLUFF > CARNARVON

Von Monkey Mia aus, sind wir nach einem kleinen Zwischenstop an der Little Lagoon zum Aussichtspunkt Eagle Bluff gefahren. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick und kann, wenn man Glück hat, sogar Haie und Mantarochen entdecken. Unser Ziel des Tages war Carnarvon.

Tipp: Am besten nicht in den kleinen Orten auf dem Weg einkaufen, sondern eher in den größeren Städten, wie beispielsweise Carnarvon – die Preise im Supermarkt sind hier in jedem Fall günstiger!

Campingplatz: Coral Coast Tourist Park oder Capricorn Caravan Park


ROUTE: CARNARVON > CORAL BAY

Von Carnarvon gings ins schöne Coral Bay, wo wir gleich mehrere Tage blieben. Das Wasser ist so klar und türkis, ihr könnt im Ningaloo Reef oder direkt in der Bucht schnorcheln gehen und abends den Sonnenuntergang von der Plattform aus über das Meer beobachten. Meine Freundin hat einen Schnorcheltrip mitgemacht und war total begeistert! Wenn ihr Glück habt, kommen vielleicht sogar mal Delfine in der Bucht vorbei.

Tipp: Zwar ein bisschen teurer, dafür aber lecker: Essen im Fin’s.

Campingplatz: Bayview Caravan Park oder Bayview Coral Park.


ROUTE: CORAL BAY > CAPE RANGE NATIONAL PARK

> EXMOUTH

Von Coral Bay aus sind wir nach Exmouth gefahren. Dort hatten wir einen Campingplatz, den wir als Basis nutzten und sind von dort aus dann in den Cape Range Nationalpark gefahren. Den Tag verbrachten wir an der Turquoise Bay, die wunderschön ist, aber auch voller Fliegen und null Schatten. Danach sind wir noch zum Bloodwood Creek Lookout Point gefahren und haben wilde Kängurus in der Natur beobachten können.

Von Exmouth aus sind wir auch mit Walhaien im Meer schwimmen gewesen – eine absolut einmalige Erfahrung! Den Öko zertifizierten Anbieter Ningaloo Discovery kann ich euch ans Herz legen, denn das Wohl des Tieres steht im Vordergrund! Es wird darauf geachtet, dass nie mehr als zehn Personen mit dem Tier im Wasser sind. Außerdem muss ein Abstand zwischen drei und fünf Metern eingehalten werden und das Tier darf nicht in seinem natürlichen Lebensraum gestört, gestresst oder gar angefasst werden. Kostenfaktor: circa 380 AUD

Tipp: Wenn ihr im Ningaloo Reef Resort Caravan Park übernachtet, bekommt ihr 10% Rabatt auf die Walhai-Tour!

Campingplatz: Ningaloo Reef Resort Caravan Park


KOSTENAUFSTELLUNG

— MIETAUTO

Lucky Rentals Rookie

840 AUD inklusive Vollkasko-Versicherung – 420 AUD pro Person.

Möchtet ihr ins Outback fahren, müsst ihr pro Tag noch einen Aufpreis zahlen. Alle Tips zur Camperanmietung habe ich euch hier in Teil I erzählt!

— SPRIT

Für die komplette Route mit ein paar kleineren Umwegen und Abzweigungen haben wir 481,94 AUD.

— LEBENSMITTEL/SUPERMARKT

Wir haben viel selbst gekocht und waren nur ein, zwei Mal auswärts essen. Dafür haben wir 259 AUD ausgegeben, also 129,50 AUD pro Person. 

— STELLPLÄTZE/UNTERKÜNFTE für zwei Personen

Lobster Lodge in Cervantes

70 AUD für zwei Personen im Mehrbettzimmer

Campingplatz Geraldton

31 AUD

Kalbarri Tudor Caravan Park

33 AUD

Monkey Mia Dolphin Resort Caravan and Camping

35 AUD

Coral Coast Carnarvon Caravan Park

39 AUD

Peoples Caravan Park Coral Bay

50 AUD

Capricorn Caravanpark Carnarvon

37 AUD

Ningaloo Reef Resort Exmouth

80 AUD für zwei Nächte

Bayview Caravan Park Coral Bay

43 AUD

Capricorn Caravan Park Carnarvon

37 AUD

RAC Caravan Park Cervantes

31 AUD

Lobster Lodge

70 AUD

Unterkünfte insgesamt: 523 AUD für zwei Personen.

Alle Angaben sind circa Angaben.

1084,97 AUD, das sind pro Person circa 700 Euro für den gesamten Trip für zwei Wochen.

Der Kurs verändert sich momentan ständig, weshalb dies nur als grober Richtwert zu sehen ist. 

Habt ihr noch Tipps oder Fragen? Ich freue mich über eure Kommentare und euer Feedback! Wenn ihr selbst bald nach Australien fliegt, dann wünsche ich euch die beste Zeit überhaupt – Genießt es!

Dieser Artikel auf englisch:

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