LIFE-UPDATE: WIE SCHNELL SICH PLÄNE ÄNDERN

Titelbild von Ian Dooley via Unsplash

Hallo ihr Lieben, heute kommt mal wieder ein Life Update. Momentan steht die Welt ganz schön Kopf und ich nutze die Zeit, um Euch auf den neuesten Stand zu bringen, denn eigentlich sollte ich ja jetzt in Panama am Strand liegen. Doch auch meine Pläne musste ich aufgrund der aktuellen Umstände anpassen, denn eigentlich waren diese folgende: den 30. Geburtstag meiner Freundin in Bremen feiern, aus meiner Wohnung in Frankfurt ausziehen und nach Panama fliegen, um von dort aus Zentralamerika zu bereisen. Doch wie ihr sicher auf Instagram mitbekommen habt, kam alles anders.

LIFE-UPDATE IM MÄRZ

GANZ VON VORNE

Am 12. März trudelten die ersten konkreteren Nachrichten ein: Der Corona Virus COVID-19 breitet sich auf der ganzen Welt weiter aus und die USA erließ ein Einreiseverbot für Europäer. Guatemala und El Salvador zogen nach. Bereits zu dem Zeitpunkt wusste ich, dass die anderen Länder in Zentralamerika sicher auch die Einreisebestimmungen verschärfen würden. Hinzu kommt, dass meine Rundreise mit G-Adventures von Costa Rica, Nicaragua, Honduras, El Salvador und Guatemala gehen sollte. Demnach war mir bereits klar, dass meine Reise in der Art nicht stattfinden würde, doch ich musste erst einmal meine Gedanken sortieren.

DIE REISE ABSAGEN?

Obendrauf kam die tägliche Flut an Informationen, die einen überforderte, verunsicherte, Sorgen bereitete und viele Fragen aufwarf. Für mich war bereits zu dem Zeitpunkt klar, dass ich die Reise absagen würde. Zu groß war meine Sorge, dass ich im Ausland in Quarantäne müsste, sich die Lage vielleicht verschlimmern würde (was schließlich auch passiert ist) und ich den Urlaub gar nicht genießen könnte. Zudem war ich mir meiner Verantwortung durchaus bewusst war, dass ich als evtl. Träger dazu beitragen könnte, den Virus weiter zu verbreiten. Somit würde ich ein Gesundheitssystem im Ausland möglicherweise unnötig belasten, das vielerorts nicht dem deutschen System entspricht, und demnach für die einheimische Bevölkerung in der Krise essentiell werden würde. Auch wollte ich im Falle des Falles lieber bei meiner Familie und Freunden sein, in einem Land, das Heimat und vertraut ist.

WAS ALSO TUN?

Ich lud mir die App vom Auswärtigen Amt runter und bekam somit direkt Updates, wenn sich die Einreisebestimmungen der Länder veränderte und informierte mich darüber, ob meine Reise-Rücktrittsversicherung vom ADAC bei einem Einreisestop im Reiseland greifen würde. Ich kontaktierte die Reisebüromitarbeiter von STA Travel, die meine Reise gebucht hatten, um die verschiedenen Möglichkeiten zu erfragen. An dieser Stelle nochmal ein dickes Lob an die liebe Sarah aus dem STA Travel Shop in Aachen, die mich jederzeit unterstützte. Die Situation ist für alle komplettes Neuland und die Kollegen im Reisebüro arbeiteten das ganze Wochenende durch, um allen Reisenden zu helfen, die entweder im Ausland waren oder in den darauf folgenden 72 Stunden abfliegen würden.

WELCHE MÖGLICHKEITEN GIBT ES: REISE VERSCHIEBEN?

Meine Auslandskrankenversicherung konnte ich stornieren, die Gruppenreise mit G-Adventures wurde abgesagt und ich kann diese zu einem anderen Zeitpunkt bis 2022 nachholen. Meinen Flug bei der Lufthansa kann ich aus Kulanz kostenfrei auf ein beliebiges Datum bis Ende Dezember umbuchen. Bei einer Stornierung hätte ich vom Flug keinen Cent zurück bekommen – und das trotz einer globalen Reisewarnung und dem Einreisestop in Panama. Da ich nicht weiß, wann ich nochmal mehrere Wochen am Stück verreisen kann, muss ich jetzt erst nochmal abwarten. Doch kann ich die Umbuchung noch bis Juni vornehmen und kann schauen, was passiert und wie sich die Situation entwickelt. Die Packliste für meine Reise nach Mittelamerika werde ich euch trotzdem noch hochladen, denn ich war der Meinung, diesmal perfekt gepackt zu haben. Keine 14 Kilo hatte ich und trotzdem alles dabei, was für die Reise gebraucht wurde.

AUSZUG AUS MEINER WOHNUNG IN FRANKFURT

Der Auszug aus meiner Wohnung in Frankfurt fand während des Trubels auf der Welt auch noch statt, bevor die offizielle Empfehlung für Social Distancing kam. Die Möbel und Umzugskisten wurden untergestellt, die Wohnung war leer und ich war zwar froh, dass alles reibungslos geklappt hat, doch war ich auch ganz schön erschöpft von den vergangen Tagen und Wochen des Dauerpackens und den vielen emotionalen Höhen und Tiefen. Zudem musste ich mir überlegen, wo ich nun unterkommen könnte. Ich blieb für ein paar weitere Tage in der Wohnung in Frankfurt, um meine Gedanken zu sortieren und ein wenig runterzukommen und kam dann vorerst bei Familie unter. Besonders in der derzeitigen Situation wäre ich lieber in meiner Wohnung, meinem Zuhause, in meiner gewohnten Umgebung, doch so ist es eben.

AN DIE NEUE SITUATION ANPASSEN

Ich denke, es ist ganz natürlich, dass man sich an die komplett neue Situation auch ohne die Umstellung nebenbei, wie Auszug, Reise absagen, Sorgen um die Liebsten etc., gewöhnen und seine Gedanken sortieren muss. Auch ist mir in dieser besonderen Situation bewusst, wie gut es mir geht. Ich habe ein soziales Netzwerk, habe genügend Essen, ein Dach über dem Kopf und kann um Hilfe bitten. Doch vielen Menschen geht es nicht so gut. Denn was ist mit den Menschen, die kein soziales Netzwerk, keine finanzielle Absicherung, kein Dach über dem Kopf haben oder auf der Flucht vor Krieg sind? Bleibt nett zueinander, rücksichtsvoll und versucht Anderen zu helfen, wenn ihr könnt. In Berlin gibt es bereits Gabenzäune für Obdachlose, ihr könnt weiterhin zur Blutspende beim DRK gehen, wenn ihr gesund seid oder könnt bei der Nachbarschaftshilfe oder im Altersheim eure Hilfe anbieten.

WAS PASSIERT ALS NÄCHSTES?

Was in den kommenden Wochen passieren wird, das weiß keiner so genau. Wie in den Nachrichten bereits mehrfach kommuniziert, wird derzeit dazu geraten, zu Hause zu bleiben. Und genau das werde ich jetzt erstmal machen: Ich nutze die Zeit zum Entschleunigen, für die Job-Bewerbung in Hamburg und zum “in mich kehren”. Unser Leben hat sich jetzt schon stark verlangsamt und ich werde die Zeit nutzen, endlich wieder mehr an meinem Blog zu machen und euch endlich all die lang versprochenen Reise-Guides online stellen, die neben dem Vollzeitjob liegen geblieben sind. Denn es wird eine Zeit nach Corona geben und es wird auch wieder die Zeit zum Reisen kommen – da bin ich mir sicher. Bis dahin werde ich reflektieren, meditieren und meinen Fokus neu ausrichten. Wie geht es euch derzeit? Wie geht ihr mit der aktuellen Situation um und was sind eure Pläne?

[Dieser Artikel enthält unbezahlte Werbung.]

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