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STOPS AUF EINEM ROADTRIP IN NORTHLAND IN NEUSEELAND

Letztes Jahr hatte Neuseeland keinen allzu guten Sommer. Als meine Mama und ich im Hochsommer bei 11 Grad, Regen und Wind ankamen, mussten wir erst einmal den Schal und die Mütze aus dem Koffer holen. Die letzten vier Tage verbrachten wir im Northland, von Auckland nach Whangarei, bis hoch zum Cape Reinga. Doch wir hatten zum Abschluss der Reise wieder kein Glück mit dem Wetter: es stürmte sogar so sehr, dass die Straße zurück nach Auckland gesperrt war und wir gerade noch durch kamen. Mein Trip ins Northland musste also auf die Warteliste.

Neues Jahr, neues Glück: vier Tage verbrachte ich mit meiner Freundin Ola in Northland und entgegen aller Vorhersagungen, hatten wir ganz wunderbares Wetter. Wenn ihr in Auckland ankommt und einen Trip ins Northland plant: heute schreibe ich euch die Route, Stops und Unterkünfte von unserem Roadtrip in Northland in Neuseeland auf.

In diesem Artikel habe ich euch bereits alle Tipps für einen Roadtrip in Neuseeland aufgeschrieben! 

Diesmal haben wir ein Auto bei Omegarentals gemietet und waren sehr zufrieden (außer, dass das Radio auf Japanisch war und wir es nicht wirklich zum laufen bringen konnten). Wir waren nicht campen, aufgrund der Wettervorhersage – ein paar coole Spots zum Campen, sehr schöne Bilder und weitere Tipps für einen Roadtrip im Northland Neuseelands findet ihr in diesem Artikel von Anna hier.

1. STOP: AUCKLAND

Seid ihr gerade erst in Auckland angekommen, kann ich euch die Free Walking Tour empfehlen. Auch wenn der Kiwi-Akzent teilweise schwer zu verstehen ist, wenn ihr ihn nicht gewohnt seid, so erfahrt ihr viel über die Geschichte des Landes und von Auckland, ihr bekommt ein Gefühl für die Stadt und könnt euch ein wenig orientieren. Die Free Walking Tour trifft sich täglich um 10:30h vor dem Queen Wharfs Village und nach der Tour könnt ihr eine Spende da lassen.

Zu Auckland werde ich noch einen Städte-Guide schreiben.

Tipp: Kommt ihr gerade erst aus Deutschland an oder habt einen Langstreckenflug hinter euch, legt am besten ein bis zwei Tage Pause ein, bevor ihr euch auf auf die Straße begebt. Autofahren in Neuseeland ist anders und man muss sich konzentrieren – das ist mit starkem Jetlag schwierig.

Übernachten könnt ihr in Auckland beispielsweise in der sehr gut bewerteten Haka Lodge.




2. STOP: WHANGAREI

Von Auckland nach Whangarei braucht ihr circa drei Stunden und könnt euch entscheiden, ob ihr über die Toll Road, den Motorway fahrt, oder nicht. Bezahlen könnt ihr diesen vorher an der Tankstelle, oder online hier. Auf dem Weg könnt ihr einen Stop beim Orewa Beach einlegen, dafür müsst ihr allerdings ein Stück vom Motorway runter an die Küste fahren.

In Whangarei könnt ihr einen Stop einlegen bei den schönen Whangarei Falls. Wir haben hier über eine Stunde verbracht und den Wasserfall genossen.

Campspot $$: Wollt ihr nicht in Whangarei übernachten, sondern etwa eine Stunde südlich, kann ich euch den direkt am Meer gelegenenen Ruakaka Beach Holiday Park empfehlen – bei gutem Wetter so schön!


3. STOP: TUTUKAKA, MATAPOURI

Matapouri

Die Küste hoch von Tutukaka über Matapouri hoch in den Norden hat mir sehr gut gefallen. Leider waren wir hier erst auf unserer Rückreise und waren viel zu knapp in der Zeit. Hier kann man gut und gerne ein paar Tage verbringen. Die Strände sind wunderschön, die Dörfer klein und ruhig und es gibt so viel zu sehen.

Free Camping: Einen gratis Spot zum Campen, direkt am Meer, aber windgeschützt hinter den Dünen findet ihr in der Woolleys Bay an der Tutukaka Coast!

In Matapouri schwärmen viele von den direkt an der Küste gelegenen, natürlichen Rockpools: den Mermaid Pools. Etwa 30-45 Minuten dauert die Wanderung zu den Pools und ihr könnt diese nur bei Ebbe erreichen. Bei Flut können die Wellen stark über den Rand schlagen und ein entspannter Swim kann dann schon einmal gefährlich werden.

Photocredit: With wild hearts

An der Küste in Matapouri gibt es mit kleinen und großen Lagunen und viel Natur die Möglichkeit kayaken zu gehen oder den Tag einfach im Gras, oder aber am Meer zu entspannen.


4. STOP: DAS SCHÖNSTE AIRBNB IN KAWAKAWA

Eine Nacht verbrachten wir in der Nähe von Kawakawa in einem wunderschönen Airbnb. In Kawakawa selbst könnt ihr euch schöne Streetart und die Hundertwasser-Toiletten anschauen. Das Airbnb befindet sich auf einer kleinen Farm, circa acht Kilometer von Kawakawa entfernt. Der Ausblick aus dem Zimmer ist einmalig und Janice und Ron sind sehr herzliche Gastgeber. Wir haben uns sofort super wohl gefühlt. Janice ist eine zauberhafte Köchin und hat uns direkt mit zum Abendessen eingeladen. Ron hat uns begeistert seine Briefmarken-Kollektion, den wunderschönen Garten (bei dem ihr euch direkt in Mittelerde fühlt) und die Bio-Farm der Nachbarn gezeigt. Hier wird noch die frisch gezapfte Milch gegen selbst gebackene Kekse eingetauscht. Auch könnt ihr bei den beiden Bio-Manuka Honig kaufen, den die Nachbarin gegenüber herstellt. Abends haben wir mit den Tennager-Enkelkindern Herr der Ringe geschaut und sind glücklich ins Bett gefallen. Es war so leise und morgens wurden wir durch vorbei laufenden Hühner und Kühe begrüßt. Wir wären am liebsten noch länger geblieben.

Streetart in Kawakawa

Hundertwasser-Toiletten in Kawakawa

Hier findet ihr das Airbnb von Ron und Janice! Preis pro Nacht: 46 Euro für das Doppelzimmer.

Du willst 30 Euro Reiseguthaben? Dieses erhältst du, wenn du dich über diesen Link registrierst.


5. STOP: PAIHIA

Bay of Islands

Paihia liegt direkt an der Küste und ist somit perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge in die wunderschönen Bay of Islands oder nach Russell, einem kleinen Ort, der direkt auf der Landzunge gegenüber liegt. Mit Great Sights haben wir die drei-stündige Tour zum Hole in the Rock gemacht und es sehr genossen. Mit 16 segelte ich bereits zehn Tage durch die Bay of Islands und liebe diesen Teil des Landes – das Meer ist klar und in verschiedenen Blautönen, die kleinen Inseln sind leuchtend grün und mit Glück könnt ihr sogar Delfine beobachten. Neben dem Felsen Hole in the Rock, gibt es sogar eine kleine Höhle, die Cathedral Cave, in der man bis auf den Grund schauen kann und in der manchmal sogar Konzerte aufgrund der tollen Akustik stattfinden.

Hole in the rock

Photocredit: Ola Rossa

Direkt bei Paihia findet ihr die Waitangi Treaty Grounds, wo am 6. Februar 1840 der Waitangi Treaty zwischen den britischen Siedlern und den einheimischen Maori unterschrieben wurde. Auch wenn es hier sehr touristisch ist, ich fand, der Besuch hat sich voll gelohnt. Es gibt eine Tour mit vielen Informationen und Details zur Geschichte, der Maori Kultur und über Neuseeland. Zuletzt gibt es noch eine Maori Kultur Experience, bei der Maori Lieder gesungen werden und verschiede Tänze und der Haka gezeigt werden. Auch gibt es abends die Möglichkeit, ein Konzert zu erleben und das traditionelle Hangi kennenzulernen und zu probieren. Eintrittspreis für den Tagespass: 50 NZD.

Waitangi Treaty Grounds

Discover The Legend Of The Haka

What place does a Māori war dance have in today's world? More than meets the eye…

Posted by Contiki on Tuesday, January 23, 2018

Übernachten könnt ihr in Paihia im Prickled Parrots Backpackers, ein gemütliches, günstiges Hostel im Grünen. Wir haben uns hier wohl gefühlt und ein einfaches Frühstück gibt es inklusive. Letztes Jahr habe ich mit meiner Mama in den Bay of Islands Holiday Apartments in Paihia übernachtet und wir wären am liebsten noch ein paar Tage länger geblieben – es gab einen selbst gebackenen Willkommensgruß der Gastgeber, wir konnten selbst kochen, es war sehr sauber, wir haben geschlafen wie ein Stein und es gab sogar einen kleinen Outdoor-Whirlpool für die Gäste.

Prickled Parrots Backpacker

Bay of Islands Apartments


6. STOP: VON PAIHIA NACH RUSSELL

Auch lohnt sich die Überfahrt nach Russell – das Fährticket bekommt ihr gratis mit der Great Sights – Tour, oder aber ihr holt euch ein Ticket. Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch mit dem Auto übersetzen. Die Überfahrt dauert circa 20 Minuten. In Russell ist es ganz entspannt, ihr könnt die älteste Kirche Neuseelands besuchen, einen Kaffee direkt am Ufer trinken, zum Tapeka Lookout Point den Ausblick genießen oder einen Strandtag einplanen. Unbedingt probieren: die homemade mince Pies von der Bakery, Traders Mall, und Hokey Pokey Icecream! Das ist Vanille-ähnliches Eis mit Karamellstücken und ganz typisch Neuseeland.


7. STOP: KERIKERI & RAINBOW FALLS

Von Paihia aus haben wir einen Trip nach Kerikeri gemacht, wo ihr bei schlechtem Wetter nette Cafes oder auch ein Kino findet. Nicht weit entfernt von Kerikeri findet ihr die Bio-Blaubeer Farm The Blue River Orchard. Hier gibt es alles, was das Blaubeer-Herz begehrt: selbstgemachte Bio-Marmelade, Aufstrich oder aber seeehr leckeres Eis, das mit Beeren und wahlweise Joghurt oder Kokosnuss-Joghurt hergestellt wird.

Auf dem Weg gibt es eine kleine Abzweigung zu den Rainbow Falls, wo ihr auch gerne tagsüber kommen und ein Bad nehmen könnt. Vom Parkplatz aus sind es circa fünf Minuten Fußweg zu den Wasserfällen.

Einmaliger Campspot: einen mega coolen Campspot gibt es direkt am Ufer der Haruru Falls. Wie der Campingplatz selbst ist, kann ich nicht beurteilen, aber der Ort war sehr schön.


8. STOP: SPA ON A BUDGET – THE NGAWHA HOT POOLS

Den Tipp für die Ngawha Hot Pools hat mir meine neuseeländische Freundin gegeben. Circa eine halbe Stunde von Paihia entfernt, könnt ihr euch für gerade einmal 4 NZD in den heißen Schlamm-Pools baden. Da die Pools auf einem Geothermal-Feld liegen, ist der Schlamm und das Wasser sehr gut für die Haut, und das Wasser sehr warm.

Tipp: Bringt euch am besten alte Badesachen und ein altes Handtuch mit – der Schlamm bleibt teilweise auf der Kleidung haften.


9. SPOT: NINETY MILE BEACH

Um euch die Wahrheit zu sagen: der Strand ist 88 Kilometer lang, aber bekannt für seine Sonnenuntergänge und als Surfspot. Der Strand ist als Highway ausgelegt, kann aber nur von Allrad-Autos befahren werden. Wir haben die Halbtagestour von Paihia aus mit Great Sights gemacht, da wir selbst nicht die gesamte Strecke fahren wollten. Auf der Tour haben wir an dem Strand gehalten sowie auf den beiden folgenden Stops.


10. STOP: KAURI FOREST & TE PAKI SAND DUNES

Auf dem Weg hoch in den Norden, könnt ihr einen Stop beim Kauri Forest einlegen. Der Kauri Baum ist der größte Baum Neuseelands, kann zwischen 30 und 50 Meter groß werden und ist essentieller Bestandteil der Maori Kultur. Leider sind die Bäume derzeit mit einer Krankheit befallen, die über die Erde übertragen wird. Demnach: reinigt eure Schuhe, bevor ihr den Wald betretet, beachtet die Schutzmaßnahmen und verlasst nicht die Wanderwege.

Hier haben wir Mittagspause gemacht – mit Fish&Chips.

Bei den Te Paki Sand Dünen könnt ihr euch mit einem Sandboard die Dünen hinunter stürzen. Das macht super viel Spaß, wenn man die Technik einmal drauf hat. Ich hab es ein wenig vermasselt, meine Mama hatte dafür umso mehr Spaß!


10. STOP: DER NÖRDLICHSTE PUNKT NEUSEELANDS: CAPE REINGA

Knapp drei Stunden entfernt von Paihia liegt der nördlichste Punkt Neuseelands: Cape Reinga. Hier treffen zwei Ozeane aufeinander, die tasmanische See und der Pazifik. Zudem ist dieser Ort ein heiliger Ort für die Maori, da diese glauben, dass die Seelen der Sterbenden über diesen Weg ihre letzte Reise auf die Insel Hawaiki antreten. Aus diesem Grund darf hier auch nicht gegessen werden. Wir hatten leider eine riesige Wolke vor uns und konnten nicht viel von den vereinenden Ozeanen sehen, aber hatten trotzdem eine schöne Zeit.


EXTRA LOCAL TIP: NIUA SAND DUNES BEI OPONONI

Meine Freundin sagt, dass man bei Opononi ein Boot rüber zu den Niua Sand Dünen nehmen kann, um dort die Hügel mit dem Board runter zu düsen. Auch soll die Gegend und die Natur wunderschön sein! Also, wenn ihr Zeit habt, legt noch einen Stop im Osten von Northland ein.


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Transparenz: Einige der Touren, das Auto und Unterkünfte erhielt lovelyforliving vergünstigt oder kostenfrei aufgrund der Teilnahme am Explore Journalism Programme von Tourism New Zealand. 

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